Entgiftung mit der Zitronensaftkur

Der Begriff „Detox“ ist aktuell in aller Munde. Immer mehr Menschen möchten ihren Körper auf sanfte Weise von Giftstoffen befreien, die sich naturgemäß durch Stress, Genussgifte, eine falsche Ernährung und äußere Einflüsse ansammeln. Schlimmstenfalls können dadurch Krankheiten entstehen. Durch einen regelmäßigen und gründlichen Detox können die unerwünschten Schlacken und Gifte aus dem Organismus entfernt werden, wodurch das Wohlbefinden gesteigert und die Gesundheit verbessert werden kann. Die Zitronensaftkur ist eine sanfte und dennoch effektive Möglichkeit, den Körper zu entgiften.

 

Warum ist eine Entgiftung wichtig?

Im Alltag achten die meisten Menschen nicht immer exakt drauf, was sie zu sich nehmen und wie sich ihre Lebensweise auf ihren Körper auswirkt. Negativer Stress auf der Arbeit und im Privatleben kann ebenso zu einer langsamen Vergiftung des Organismus führen wie eine unausgewogene und mangelhafte Ernährung. Auch der Konsum von Genussgiften wie Alkohol, Nikotin und Koffein trägt dazu bei, dass sich Giftstoffe und Schlacken im Körper ansammeln. Diese können oftmals nicht vollständig über die Ausscheidungsorgane aus dem Organismus transportiert werden und verbleiben in den Organen.

Die Folge ist Unwohlsein, Müdigkeit, eine herabgesetzte Leistungsfähigkeit und im späteren Verlauf dann sogar Krankheiten, die auf eine unzureichende Entgiftung des Körpers zurückzuführen sind. Wer also häufiger müde und energielos ist und dazu an Erkältungskrankheiten und anderen Infekten leidet, sollte seinen Körper regelmäßig entgiften und so dafür sorgen, dass Giftstoffe zuverlässig ausgeschieden werden können.

 

Wie entstand die Zitronensaftkur?

Die Zitronensaftkur ist auch als „Master Cleanse Diät“ bekannt. Sie zählt zu den effektivsten Detox-Methoden und kann den menschlichen Körper innerhalb von nur zehn Tagen vollständig reinigen. Erfunden wurde sie in den 1940er Jahren von Heilpraktiker Stanley Burroughs, und zwar zunächst zur Behandlung von Magengeschwüren. In den 1970er Jahren veröffentlichte Burroughs ein Buch mit dem Titel „The Master Cleanser“ und pries die Zitronensaftkur nicht nur als Therapie für Magenbeschwerden, sondern auch als Diätmethode an, denn jeder, der die Entgiftung durchführte, verlor naturgemäß an Gewicht.

Die Eignung als Detox-Methode wurde aber erst im Jahr 2009 hervorgehoben, als Burroughs Schüler Tom Woloshyn sein Buch „Die Grundreinigungserfahrung“ herausbrachte und darin die positiven Effekte der Kur auf den Allgemein- und Gesundheitszustand der Teilnehmer hervorhob.

 

Was genau ist die Zitronensaftkur?

Mittlerweile kursieren viele Rezepte, was die Master Cleanse Methode anbetrifft, aber es gibt nur ein Originalrezept, das für die zuverlässige Entgiftung eingesetzt werden soll. Dies besteht aus den folgenden Zutaten:

  • 2 Esslöffel frischer Zitronensafe (Bio-Qualität)
  • 2 Esslöffel echter Ahornsirup
  • 1/10 Teelöffel Cayennepfeffer (eine Prise)
  • 300 ml Wasser (warm oder kalt, aber nicht heiß)

Besonders der Zitronensaft sollte dabei immer frisch zubereitet werden. Um einen möglichst intensiven Effekt zu erreichen, ist es ratsam, ungefähr sechs bis zwölf Gläser der Mischung über den Tag verteilt zu trinken (ein Glas beinhaltet dabei etwa 200 ml). Die Flüssigkeit sollte immer dann verzehrt werden, wenn Hunger verspürt wird. Eine Mindestdauer von zehn Tagen ist vonnöten, um den Körper vollständig zu reinigen und alle Giftstoffe auszuscheiden. Experten raten dazu, immer das Originalrezept zu verwenden, da jede Abwandlung den Effekt der Master Cleanse Diät verändern oder abschwächen kann.

 

Warum ist die Master Cleanse Diät so wirksam?

Die Wirksamkeit der Zitronensaftkur begründet sich in den für den Drink verwendeten Zutaten, die gemeinsam positiv auf den Körper und die Gesundheit einwirken können. Die Zitrone enthält eine große Menge Vitamin C und kann auf diese Weise das Immunsystem stärken. Dazu wirkt sie antioxidativ und schützt die Zellen von Freien Radikalen (vgl.: https://www.2-sight.eu/liposomales-vitamin-c/). Die Entgiftungstätigkeit der Leber wird durch die Zitrone angeregt und gesteigert, und auch die Ausscheidung von Giftstoffen über den Urin wird mithilfe der sauren Frucht gefördert. Der Ahornsirup ist reich an Kohlenhydraten, was während der Fastenkur insofern wichtig ist, dass der Körper mit notwendiger Energie versorgt wird. Das kurbelt den Stoffwechsel an und liefert außerdem Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium. So kann Mangelerscheinungen während der Kur vorgebeugt werden.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung des Cayennepfeffers, der wie eine Art Katalysator wirkt und die Fettverbrennung ebenso wie die Durchblutung anregt. Dadurch wird es dem Körper erleichtert, Giftstoffe auszuscheiden, und die Funktion der Ausscheidungsorgane wird gefördert. Gleichzeitig schützt der Pfeffer die Leber davor, erneute Toxine aufzunehmen.

 

Wie bereitet man sich auf die Zitronensaftkur vor?

Eine zehntägige Fastenkur ist für ungeübte Personen eine große Herausforderung. Aus diesem Grund sollte die Master Cleanse Diät nicht ohne eine entsprechende Vorbereitung stattfinden, um unerwünschte Symptome und Unwohlsein zu vermeiden. Bereits im Vorfeld ist es ratsam, weniger zu essen und vor allem Fette und tierische Produkte dabei zu reduzieren. Zwei Tage vor Beginn der Kur sollte außerdem auf Nikotin und Alkohol verzichtet werden. Im Idealfall findet direkt vor der Zitronensaftkur eine Darmreinigung statt. Diese entfernt bereits viele Giftstoffe und erleichtert es dem Darm, sich im Verlauf der Kur selbst zu reinigen, ohne sich mit Stoffwechselreststoffen befassen zu müssen.

Nach der Kur muss sich der Körper erst einmal wieder an die Nahrungsaufnahme gewöhnen. Kleine Portionen leichter Kost helfen ihm dabei. Alkohol, Koffein und Nikotin sollten in den ersten Tagen nach der Master Cleanse Diät nicht konsumiert werden. Achtung: Die Fastenkur mit Zitronensaft darf nur von gesunden Menschen vorgenommen werden! Im Zweifelsfall ist anzuraten, vorab einen Arzt aufzusuchen und sich durchchecken zu lassen.

Das gilt nicht nur die Master Cleanse Diät, sondern für jede Fastenkur, bei der über einen längeren Zeitraum auf Nahrung verzichtet wird. Schwangere sollten nicht fasten, da es sonst zu Mangelerscheinungen und anderen gesundheitlichen Nachteilen für das ungeborene Baby kommen kann.

Sollte es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sein, die Master Cleanse Diät wie vorgesehen durchzuziehen, kann eine abgeschwächte Form dennoch einen reinigenden Effekt bringen. Hierbei können etwa zwei Mahlzeiten verzehrt werden, die aus Vollkornprodukten sowie Obst und Gemüse bestehen. Die Zitronensaftmischung wird in diesem Fall nur morgens getrunken. Wird außerdem auf Alkohol, Nikotin und Koffein verzichtet, kann der Körper auf sanfte Weise entgiften.

 

Welche Nachteile kann die Zitronensaftkur haben?

Gesunde Menschen haben meist wenige Probleme mit der Master Cleanse Diät, obwohl es aufgrund des Fastens natürlich zu starken Hungergefühlen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Schwindelgefühlen kommen kann. Wer einen empfindlichen Magen hat, kann unter Umständen durch die recht aggressive Säure der Zitronen Magenkrämpfe bekommen. Besonders in Kombination mit dem scharfen Cayennepfeffer treten nicht selten Magenprobleme auf. Auch die Zähne können durch die Zitronensäure angegriffen werden, ebenso wie die Mundschleimhaut. Da bei der Master Cleanse Diät sehr viel Flüssigkeit aufgenommen wird, kann dies zu Problemen etwa im Arbeitsalltag führen, wenn häufiger die Toilette aufgesucht werden muss und dies nicht mit der individuellen beruflichen Tätigkeit vereinbar ist.

 

Abnehmen mit der Master Cleanse Diät?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Menschen sich entscheiden, eine Zitronensaftkur zu machen. Meist ist der Wunsch nach einer gründlichen Entgiftung des Körpers ausschlaggebend; nicht selten steht aber auch eine angestrebte Gewichtsreduzierung im Vordergrund. Selbstverständlich verliert der Körper während der Master Cleanse Diät an Gewicht, da keinerlei Nahrung zu sich genommen wird. Dies ist bei jeder Fastenkur der Fall. Abhängig von der individuellen körperlichen Konstitution kann es während der Kur zu einem deutlichen Gewichtsverlust von mehreren Kilogramm kommen. Allerdings ist dieser nicht immer von Dauer, denn wenn nach Ende der Zitronensaftkur wieder normal gegessen wird, pendelt sich das Gewicht oftmals wieder auf demselben Level wie zuvor ein.

Um kurzfristig ein paar Pfund abzunehmen, kann die Fastenkur aber eine wirksame Methode sein.

 

Fazit: Zitronensaftkur, ja oder nein?

Grundsätzlich spricht bei gesunden Menschen nichts gegen die gelegentliche Durchführung der Master Cleanse Diät, denn diese hilft dem Körper beim Ausscheiden von Schlacken und Giftstoffen, die sich im Laufe der Zeit durch Ernährung, Stress, Genussgifte und äußere Einflüsse angesammelt haben. Aufgrund des Verzichts auf Nahrung in Kombination mit der Mischung aus Zitronensaft und Cayennepfeffer kann ein effektiver Detox erreicht werden, bei dem sich oftmals gleichzeitig das Gewicht reduziert. Allerdings sollten nur gesunde Menschen eine solche Fastenkur absolvieren und im Zweifelsfall mit ihrem Arzt sprechen, bevor sie mit der Master Cleanse Diät beginnen. Nur so können eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Zitronensaftkur ausgeschlossen und ein positiver Effekt für den Organismus erreicht werden.

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