In Vorlesungen und auf dem Campus sind sie schon seit einiger Zeit zu finden,  Tablet-PC`s, die handlichen Designwunder. Auch wenn die aktuell vorherrschenden Preise für viele Studenten noch unerschwinglich sind, erhöht sich durch die steigende Zahl der Anbieter, die Chance einer zeitnahen Preissenkung in diesem Segment.

Erstes Tablet von HTC

Mit dem „Flyer“ bringt HTC seinen ersten Tablet-PC auf den Markt, der mit dem iPad locker mithalten kann. Dieser neue Tablet-PC läuft mit dem Betriebssystem Android 2.3, Android 3.0 ist bereits angekündigt, und bringt die eigens entwickelte Bedienoberfläche „Sense“ mit sich. „Sense“ ist überraschend bedienerfreundlich und lässt viel Platz für eigene Konfigurationen. Natürlich kann der kleine PC auch gedreht werden, worauf sich die Bedienoberfläche jeweils dem Hoch- bzw. Querformat anpasst. Mit nur Sieben-Zoll ist das Display etwas kleiner, als der des iPads, passt dafür aber angenehm in jede Jackentasche. Das Gehäuse wirkt sehr hochwertig, ist auf der Rückseite mit Aluminium beschichtet und etwa doppelt so dick wie das Vergleichsmodell. Insgesamt wirkt es kompakt und passt auch in kleine Hände. Fürs bessere Handling ist ein Teil der Rückseite gummiert, sodass das 420 Gramm leichte Tablet  rutschfest auf glatten Oberflächen platziert werden kann.

Weiter Technikdetails

Es besteht auch die Möglichkeit das „Flyer“ in Verbindung mit einem GPS-Empfänger als Navigationssystem im Auto zu verwenden. (iPad 2 200 g schwerer) Mit einer Auflösung von 1024 x 600 bietet HTC eine gute Bildqualität. (iPad 1024 x 768) Das „Flyer“ hat einen 1,5 Gigahertz schnellen Prozessor, wird von Qualcomm geliefert, und einen Arbeitsspeicher von einem Gigabyte. Der Speicher umfasst 32 GB und kann mit Hilfe einer Micro-SD-Karte auf 64 GB aufgestockt werden. Natürlich hat HTC auch an Kameras gedacht. Eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sorgt beim Filmen für HD-Qualität und eine 1,3-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite zum Internettelefonieren. Im Gegensatz zu Apple liefert HTC einen Stift (HTC Scribe) zum genauen Schreiben, Malen und Lesen mit und greift so auf den Stylus zurück. Mit dem Scribe kann man auch Markieren und Löschen. Das erste Tablet von HTC ist mit Vertrag ab 79 Euro erhältlich und kann ohne Zweifel mit iPad 2 mithalten.

Die Zeit wird’s zeigen

Inwieweit der Preisverfall, ähnlich wie bei der neuen Flachbildschirmgeneration, zeitnah eintreten wird, bleibt abzuwarten. Dass die Tablet-PC`s sich durchsetzen werden ist jedoch unumstritten. Ob sie allerdings in Kürze auch von der Masse der Studenten im Studienalltag eingesetzt werden, steht und fällt mit der Preisentwicklung. Wünschenswert wäre es zumindest, da sie mit Sicherheit die Vorlesungs- und Lernaktivitäten eines jeden Studenten erleichtern würden.

 

Bildnachweis: R_K_by_miraliki / pixelio.de