Jährlich brechen etwa 65000 Studenten ihre Ausbildung ab. Die Gründe für eine solch hohe Rate liegen meist in der Wahl des falschen Studienfaches. Fragen wie: Wie finde ich den richtigen Studiengang? Was soll ich studieren? Was sollte man vor dem Studium wissen? müssten sich die potentiellen Studenten vorher beantworten.
Studieren klingt zunächst gut: ein Abschluss an der Universität, vielleicht sogar ein Doktortitel, all das erhöht die Chancen auf einen gutbezahlten Arbeitsplatz.
Doch sich einfach an der nächsten Uni anzumelden, ist der sicherste Weg zum Studienabbrecher. Deshalb ist es unabdinglich, sich vorher ausführlich und gewissenhaft zu informieren.
Soll ich überhaupt studieren?
Ein Studium ist sehr harte Arbeit. Diesbezüglich gibt es keine Illusion.
Einige Fachrichtungen sind leichter als andere, aber wer einen guten Abschluss will, muss viel lernen, ganz gleich in welchem Fach. In einem Studium ist Eigeninitiative gefragt. Die Dozenten geben meist nur den Lehrstoff vor, alles andere liegt beim Studenten. Einige Unis und Hochschulen möchten auch gerne, dass potentielle Studenten einen Eignungstest machen. Seit einigen Jahren wird in Deutschland der Bachelor angeboten. Dieser Studiengang ist praxisbezogener und kürzer als das übliche Studium zum Examen oder Diplom und für viele vielleicht besser geeignet.
Was soll ich studieren?
Diese Frage ist der falsche Ansatz. Es müsste heißen: Was will ich studieren?
Neben dem immensen Lernaufwand benötigt ein Studium auch ein gutes Stück an Leidenschaft zu dem entsprechenden Fach. Wer Mathematik schon in der Oberstufe abgewählt hat, sollte nicht Physik studieren. Das deutsche Studienangebot umfasst etwa 180 Studiengänge. Jede Universität oder Fachhochschule hat eine eigene Website, auf der man sich ausführlich informieren kann. Auch sonst bietet das Internet ein breites Spektrum an Hilfeportalen und Foren.
Kosten
Zuletzt ist da noch die Kostenfrage. Seit 2004 sind die Studiengebühren in vielen Bundesländern um weitere 500 Euro gehoben worden. Für eingetragene Studierende gibt es eine ganze Reihe an Ermäßigungen. Dennoch kommen Kosten auf, die man bestreiten muss, entweder mit einer Nebentätigkeit oder mit einem Stipendium oder Darlehen. Ob man Anspruch auf BAföG oder gar ein Stipendium hat, sollte daher zuvor geprüft werden.
Bildnachweis: Michael Piesbergen / pixelio.de
