Der internationale Studentenaustausch ist in Zeiten der Globalisierung ein elementarer Bestandteil des Studiums und wird in einigen Fächerkombinationen sogar als obligatorisch betrachtet. Den wenigsten Studenten ist eine private Finanzierung von Auslandsaufenthalten jedoch möglich, weshalb sich viele letztendlich gegen ein Semester in der Ferne entscheiden. Doch welche Finanzierungsoptionen haben Studierende, um doch noch wertvolle internationale Erfahrungen sammeln zu können?

Auslands-Bafög
Studenten, die im Rahmen der Inlandsausbildung bereits durch Bafög finanziell gefördert werden, erhalten bei einem Auslandssemester automatisch ein Auslands-Bafög. Der Aufenthalt muss jedoch eine Mindestdauer von sechs Monaten umfassen und darf den Gesamtzeitraum von einem Jahr nicht übersteigen. Studierende, die bislang keinen Anspruch auf Bafög-Zahlungen hatten, sind ebenfalls dazu berechtigt Auslands-Bafög zu beantragen.

Erasmus und Deutscher Akademischer Auslandsdienst (DAAD)
Auslandsaufenthalte innerhalb der Europäischen Union (EU) können durch das Bildungs-Programm Erasmus gefördert werden. Die EU stellt Studierenden durch das Erasmus-Programm im Rahmen seines grenzübergreifenden Kooperationsprogramms im Bildungssektor, genannt Sokrates, Ausbildungsstätten und Geldmittel zur Verfügung, um einen multilateralen Austausch zu gewährleisten.

Bei Semesteraufenthalten, die fernab der Grenzen Europas stattfinden, gibt es die Möglichkeit der Beantragung eines DAAD-Stipendiums. Über eine Stipendiendatenbank, können Studenten sich über unterschiedlich kategorisierte Stipendien informieren. Erasmus und DAAD haben auf fast jedem Universitätsgelände eine Außenpräsenz, in der sich Studenten gemeinsam mit Tutoren an einen Tisch setzen und ausführlich beraten lassen können.

Direktstipendien
Manche Universitäten verfügen über Kooperationen mit anderen Universitäten und können ihren Studenten auf diese Weise ein Direktstipendium anbieten. Bei diesem bilateralen Austausch zwischen zwei Universitäten werden den Stipendiaten die Studiengebühren an der Austauschuniversität vollständig erlassen.

Studienkredit
Studenten, die weder für eines der erwähnten Finanzierungsprogramme, noch für andere Stipendienplätze in Frage kommen, bleibt meist nur noch ein Studienkredit als letzte Option übrig. Dieser kann in Form eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgestellten Bildungskredits oder eines Bildungsfonds aufgenommen werden. In beiden Fällen profitiert der Student von einem niedrigen Zinssatz und flexiblen Rückzahlungsmöglichkeiten.

 

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