Für Studenten ist möglich, was vielen anderen verschlossen bleibt: Der Weg in die private Krankenversicherung. Laut Gesetz hat jeder Student in den ersten drei Monaten nach Beginn des Studiums die freie Wahl in Sachen Krankenversicherung. Will man weiter in der gesetzlichen Familienversicherung bleiben oder lieber in die private Krankenversicherung wechseln? Da stellt sich zunächst die Frage, welche Vorteile die private Krankenversicherung überhaupt bietet.
Vorteile der PKV
Wer privat versichert ist, kann sich über deutlich höhere Leistungen freuen. Die Praxisgebühr entfällt ebenso wie die Zuzahlung zu Medikamenten in der Apotheke. Auch bei Brillen, Kontaktlinsen und Zahnersatz übernimmt die Private fast immer 100 Prozent der Kosten. Sollte man wirklich einmal ins Krankenhaus müssen, hat man als privat Versicherter Anspruch auf ein Einzelzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt. Natürlich stehen einem so auch sämtliche Privatkliniken offen, in denen das Ambiente oft deutlich angenehmer ist als im städtischen Krankenhaus. Nicht zuletzt spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle: Privatpatienten werden beim Arzt meist gleich aufgerufen und müssen nicht lange im Wartezimmer sitzen. Gerade in Klausurphasen ist das ein nicht zu vernachlässigender Punkt.
Individuelle Beiträge, individuelle Leistungen
Auch finanziell lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung. Als gesetzlich Versicherter darf man als Student maximal 400 Euro im Monat verdienen. Wer sich sein Studium selbst finanziert, kann davon nicht leben. Für Studenten in der privaten Krankenversicherung dagegen gibt es keine Einkommensgrenze nach oben.
Auch was die Höhe der Beiträge angeht, kann die private Versicherung punkten. Die gesetzliche Krankenkasse berechnet die Beiträge prozentual nach Einkommen, während die private Krankenversicherung den Beitrag nach Alter und Gesundheitszustand festlegt. Wer jung und gesund ist, zahlt so also sehr niedrige Beiträge. Auch die Leistungen, die erbracht werden sollen, stehen nicht fest, sondern können individuell verhandelt werden.
Rückkehr zur Gesetzlichen nach dem Studium
Und was ist nach dem Studium? Dann kann man ganz einfach wieder in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, was ja sonst nicht möglich ist, wenn man einmal aus der gesetzlichen ausgetreten ist. Jetzt gelten wieder die normalen Einkommensgrenzen, das heißt dass man nur dann noch Privatpatient bleiben kann, wenn man monatlich mehr als 4.162,50 Euro verdient. Genauere Infos zum ganzen Prozedere gibt es unter Studenten-PKV.de.
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